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Astrologie im Wassermannzeitalter
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Ursprünge, Elemente, Zonen, Kreuze

Horoskopstruktur

Ursprünge und Elemente
Nach alter östlicher Tradition wird die Welt durch zwei grundlegende Ursprünge erschaffen: das männliche Prinzip (Yang) und das weibliche Prinzip (Yin).
Yang, das männliche Prinzip, symbolisiert Aktivität und Einflussnahme.
Yin, das weibliche Prinzip, symbolisiert Anpassungsfähigkeit und Wahrnehmung.
In der Astrologie entsprechen dem männlich-aktiven Prinzip die Feuer- und Luftzeichen: Widder, Löwe, Schütze, Zwillinge, Waage und Wassermann.
Dem weiblich-rezeptiven Prinzip entsprechen die Erd- und Wasserzeichen: Stier, Jungfrau, Steinbock, Krebs, Skorpion und Fische.
Mit „männlich“ und „weiblich“ ist hier kein soziales Geschlecht gemeint, sondern eine traditionelle astrologische Polarität: aktiv-ausstrahlend oder rezeptiv-aufnehmend.
Aus dem Zusammenspiel dieser Ursprünge entsteht eine Synthese. Es wird ein neues Objekt geboren, das dem gesamten Weltgefüge stets gleichwertig ist. Die Welt ist dabei wie ein Hologramm aufgebaut: In jedem ihrer Teile wird das Ganze abgebildet.
Die Manifestation in den Elementen
Jeder Ursprung manifestiert sich in zwei spezifischen Elementen, wobei zwischen primären und sekundären Manifestationen unterschieden wird.
  1. Das männliche Prinzip (Yang)
Feuer, primäre Manifestation: eine deutliche, praxisbezogene Manifestation, die reine Energie symbolisiert.
Luft, sekundäre Manifestation: eine subtilere, abstraktere Manifestation, die den Gedanken repräsentiert.
  1. Das weibliche Prinzip (Yin)
Erde, primäre Manifestation: eine sichtbare und praxisbezogene Manifestation, die die Form definiert.
Wasser, sekundäre Manifestation: eine subtile und abstrakte Manifestation, die für tiefgreifende Transformation steht.
Die primären Elemente, Feuer und Erde, sind in ihrer Wirkung direkter und greifbarer, während die sekundären Elemente, Luft und Wasser, auf einer feineren, mentalen und transformativen Ebene wirken.

Das Element Feuer: Energie und Aktivität
Das Element Feuer symbolisiert Energie in jeder Form sowie eine Aktivität, die sich beständig von weniger dichten zu dichteren Formen bewegt. Ein Mensch mit einem aktiven Feuer-Element wirkt als Kanal für einen Energiefluss, der konsequent auf praktische Angelegenheiten gerichtet ist, also auf das, was in seiner individuellen Situation als greifbare Aufgabe wahrgenommen wird.
Die wesentlichen Merkmale dieses Elements sind:
Energetische Ideen:
Der Feuermensch wird oft von einer Idee beherrscht, die sich durch Entflammbarkeit auszeichnet. Diese unterscheidet sich grundlegend von der mentalen Idee des Luftelements, denn sie reißt andere Menschen unmittelbar mit oder ruft leidenschaftliche Ablehnung hervor. Gleichgültigkeit ist in seiner Gegenwart kaum möglich.
Energetische Ströme statt tiefer Emotionalität:
Obwohl solche Menschen oft als emotional wahrgenommen werden, sind sie meist eher Leiter starker energetischer Ströme, während sie innerlich eine bemerkenswerte Ruhe bewahren können.
Abgrenzung zum Wasser:
Wahre innere Emotionalität, die dem Element Wasser zugeordnet wird, verträgt sich kaum mit einer so starken, nach außen gerichteten Energie. Eine disharmonische Verbindung dieser beiden Prinzipien äußert sich typischerweise in Form von Hysterie.
Die feurige Situation und ihre Meisterschaft
Eine Situation, in der das Element Feuer aktiv ist, wird von den Beteiligten stets als intensiv und angespannt erlebt. Sie duldet keine Passivität, sondern verlangt nach einer konkreten Handlung oder nach Flucht.
Die Dynamik der Beteiligung:
Ein Mensch, der einer feurigen Situation mit Gleichgültigkeit begegnet, wird von seinem Umfeld als völlig fremd wahrgenommen. Diese Indifferenz führt oft dazu, dass er die geballte Energie der Situation direkt auf sich zieht.
Furchtlosigkeit als energetische Notwendigkeit:
Ein Meister, der die Verbindung mit dem Element Feuer vollkommen beherrscht, besitzt die Eigenschaft absoluter Furchtlosigkeit. Dies ist keine bloße Charaktereigenschaft, sondern eine technische Notwendigkeit: Angst wirkt wie eine Blockade und ist das erste Hindernis für den freien Energiefluss.
Edelmut und Geradlinigkeit:
Edelmut wirkt hier als Symbol einer hohen, leitenden Idee. Geradlinigkeit bedeutet die Abwesenheit von Lüge und Hinterlist. Da Unaufrichtigkeit den Energiefluss verzerrt und schwächt, ist absolute Direktheit die reinste Form der feurigen Manifestation.
In seiner höchsten Ausprägung verleiht das Feuer Edelmut und Geradlinigkeit.

Das Element Erde:
Form und Stabilität
Das Element Erde symbolisiert alle Arten von dichten und subtilen Formen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits kristallisiert sind.
Erweiterter Formbegriff:
Zum Element Erde gehören nicht nur materielle Gegenstände, sondern auch ideale Formen, die sich in einem bestimmten Denkkreis verfestigt haben, etwa Strukturen staatlicher Macht oder ausgearbeitete wissenschaftliche Theorien.
Identifikation und Schutz:
Ein Mensch mit aktivem Erdelement versteht sich oft als Beschützer und Vertreter der Interessen einer bestimmten Form. Während Außenstehende dies als bloße Verteidigung wahrnehmen, empfindet der Erdmensch eine tiefe, intime Verbindung und Liebe zu diesen Formen.
Spirituelle Wahrnehmung: Er identifiziert sich nicht nur mit den bestehenden Strukturen, sondern nimmt durch sie das Göttliche wahr. Die Form ist für ihn der Anker seiner Existenz.
Die existenzielle Gefahr:
So wie ein Feuermensch beim Verlust seiner energetischen Idee erlischt, so zerbricht ein Erdmensch wie ein Baum im Sturm, wenn man ihm die geliebten Formen entreißt. Ohne diese Struktur verliert er seinen Halt in der Welt.
Die Dynamik der Erd-Situation
Situationen, in denen das Element Erde aktiv ist, werden von den Beteiligten als bestimmt, geformt und deutlich wahrgenommen. Je nach Ausrichtung der Situation ergeben sich zwei grundlegend verschiedene Manifestationen.
Der konstruktive Fall:
Die Situation wirkt als solides, verlässliches Fundament. Sie bietet die nötige Stabilität und Struktur für das weitere Leben und Wirken.
Der nicht-konstruktive Fall: Hier treten die Erd-Energien als einschränkende Fesseln in Erscheinung. Dies zeigt sich in Form von veralteten Gesetzen, starren bürokratischen Apparaten oder verkrusteten Vorstellungen, die den Lebensfluss behindern, bis hin zum symbolischen oder tatsächlichen Gitter einer Gefängniszelle.

Das Element Luft: Die mentale Ebene
Das Element Luft ist eine sekundäre Manifestation des männlichen Ursprungs. Hier wird das Prinzip der Aktivität auf eine feinere Ebene als die der Energie verlagert, nämlich auf die mentale Ebene.
Die wesentlichen Merkmale dieses Elements sind:
Beherrschung des Feuers: Da es subtiler ist, beherrscht das Element Luft das Element Feuer. Gemäß der Yoga-Lehre steuert der Gedanke die Energie. In der symbolischen Sprache unterstützt die Luft das Feuer, während der Wind es in eine bestimmte Richtung lenkt.
Modellierung der Welt: Die grundlegende Eigenschaft des Geistes besteht darin, die Welt und die darin bestehenden Verbindungen zu modellieren.
Information und Kommunikation: Im alltäglichen Sinne befasst sich der Geist mit Information und Kommunikation, also mit dem Austausch und der Übermittlung von Wissen und Daten.
Der Luft-Mensch: Mittler der Information
Ein Mensch mit einem aktiven Luftelement nimmt die Welt mittelbar wahr, vor allem durch das Prisma seiner mentalen Vorstellungen. Dies geschieht in einem viel stärkeren Maße als bei Menschen der Elemente Feuer oder Erde.
Die Charakteristika dieses Typs sind:
Informationsverarbeitung: Er besitzt ein ausgeprägtes Geschick in der Weitergabe von Informationen. Er nimmt Daten präzise auf und überträgt sie ebenso effizient.
Der Dozent, nicht der Prediger: Die Gedanken, die er weitergibt, können tiefgründig oder anschaulich sein, doch entzünden sie in der Regel kein inneres Feuer im Gegenüber. Während ein Prediger zwingend ein aktives Feuerelement benötigt, erfüllt der Luft-Mensch die Funktion einer klaren, objektiven Informationsübermittlung.
Mentaler Schutz:
Das Element Luft wirkt als mächtiger Schutzschild. Es erlaubt dem Menschen, jede bedeutungsvolle Information mental zu modellieren. Dadurch wird verhindert, dass diese Information ungefiltert und substanziell in sein Inneres eindringt.
Die Dynamik der Luft-Situation
Eine Situation, in der das Element Luft aktiv ist, wird von den Beteiligten als emotional neutral, aber informationsreich empfunden.
Der Vorrang des Verstandes: Hier herrscht das Prinzip: für den Verstand, nicht für das Herz. Sobald emotionale Momente ins Spiel kommen, verschwindet die Reinheit des Luftelements. Damit geht auch die Möglichkeit zur präzisen mentalen Wahrnehmung und Modellierung verloren.
Verbindung und Synthese:
Es muss betont werden, dass das bloße Herstellen von Verbindungen zwischen den verschiedenen Teilen eines Objekts, die Kernaufgabe des Luftelements, noch keine Synthese zu einem einheitlichen Ganzen bedeutet.
Der mystische Akt:
Die wahre Synthese, bei der ein Objekt als Ganzes begriffen wird, ist ein mystischer Akt. An diesem Prozess sind stets alle vier Elemente gemeinsam beteiligt.

Das Element Wasser: Die Kraft der Wandlung
Das Element Wasser ist eine sekundäre Manifestation des weiblichen Ursprungs.
Abgrenzung zur Erde:
Während das Element Erde als primäre Manifestation des weiblichen Prinzips, also des Prinzips der Anpassungsfähigkeit und Wahrnehmung, die Frage beantwortet: „Was wird wahrgenommen?“, und dabei verschiedene Formen symbolisiert, konzentriert sich das Wasser auf eine andere Ebene.
Die Art der Wahrnehmung:
Das Element Wasser beantwortet vielmehr die Frage: „Wie wird wahrgenommen?“
Wesenhafte Veränderung:
Die Antwort des Wassers auf diese Frage lautet: „Indem man sich im Wesen verändert.“
Der Wasser-Mensch: Innere Wandlung und Wahrnehmung
Ein Mensch mit einem aktiven Wasserelement gleicht einem Boden, der für die unmittelbare wesentliche Wahrnehmung der Außenwelt vorbereitet ist.
Ständige Veränderung: Da wesentliche Wahrnehmung eine Veränderung des eigenen Wesens bedeutet, befindet sich dieser Mensch in einem Zustand ständiger innerer Wandlung.
Das tiefere Verstehen:
Es ist angenehm, mit einem solchen Menschen über sich selbst zu sprechen. Er versteht sein Gegenüber richtig und lernt sogar während des Gesprächs, die Welt mit dessen Augen zu sehen.
Das Gesetz des Spiegels:
Gemäß dem Gesetz des Spiegels bleibt dieses Gespräch nicht einseitig. Auch du veränderst dich in seiner Gegenwart, vielleicht ohne es zu wollen oder es überhaupt zu bemerken.
Die Emotionalität des Wassers und die Wandlung
Der typische Mensch des Wassers ist emotional, sofern man unter Emotionalität die Neigung zur ständigen Umstrukturierung der Psyche und der Unterbewusstseinsprogramme versteht.
Subjektive Wahrnehmung:
Eine solche Umstrukturierung wird von tiefen Emotionen begleitet, die oft schwer in Worte zu fassen sind. Nach außen hin bleiben diese Empfindungen jedoch meist unauffällig.
Abgrenzung zum Feuer:
Ein tief emotionaler Wassermensch überträgt nicht die demonstrative Energie des Feuers, sondern die stille Kraft des Wassers. Während das Feuer nach außen strahlt, bleibt das Wasser äußerlich ruhig, bewirkt aber eine unmittelbare empathische Wahrnehmung in seiner Umgebung.
Die Unbehaglichkeit der Wandlung: Diese empathische Verbindung ist nicht immer angenehm. Da das Element Wasser wesentliche Veränderungen erzwingt, werden diese oft von disharmonischen Empfindungen begleitet.
Die destruktive Manifestation:
Die extremste und disharmonischste Manifestation des Elements Wasser ist der Tod, verstanden als destruktive Zerstörung bestehender Strukturen.
Die Dynamik der Wasser-Situation
Eine Situation, in der das Element Wasser aktiv ist, wird von den Beteiligten als tiefgründig erlebt.
Unausweichliche Veränderungen: Die Beteiligten spüren Wandlungen, die aus einer unbekannten Quelle zu kommen scheinen. Diese Wandlungen sind unausweichlich und erfassen nicht nur die äußere Situation, sondern auch das Wesen der Menschen selbst.
Das Element des Geheimnisses:
Niemand kann genau vorhersagen, was geschehen wird oder wie das Ergebnis der Transformation aussehen wird. Dem Wasser ist ein Element des Unergründlichen immanent.
Schöpferische Freiheit:
Das Wasser symbolisiert die schöpferische Freiheit des Absoluten und des Menschen. Es bleibt ein Geheimnis, was aus der Wahl oder dem Schaffen eines anderen hervorgehen wird.
Berufliche Verbindung:
Dieses Geheimnis spiegelt sich in den Augen jener wider, die beruflich mit dem Element Wasser arbeiten: spirituelle Lehrer, Magier, Psychologen sowie wahre Erzieher und Pädagogen.

Drei Klassifikationen der Tierkreiszeichen: Elemente, Zonen und Kreuze
Klassifikation nach Elementen
Dem Element Feuer gehören Widder, Löwe und Schütze an.
Dem Element Erde gehören Stier, Jungfrau und Steinbock an.
Dem Element Luft gehören Zwillinge, Waage und Wassermann an.
Dem Element Wasser gehören Krebs, Skorpion und Fische an.

Klassifikation nach Zonen
In der Zone der Schöpfung
befinden sich Widder, Stier, Zwillinge und Krebs. In diesen Zeichen sind alle vier Elemente in ihrer ersten, noch groben, gerade erst geschaffenen Form vertreten.
In der Zone der Verwirklichung
befinden sich Löwe, Jungfrau, Waage und Skorpion. In diesen Zeichen zeigen sich die Elemente in ihrer am weitesten entwickelten Ausprägung.
In der Zone der Auflösung
befinden sich Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische.

Klassifikation nach Kreuzen
Im kardinalen Kreuz befinden sich
Widder, Krebs, Waage und Steinbock. Hier treten Eigenschaften wie Initiative, der Wille zur Veränderung, die Fähigkeit, einen praktischen Ausweg aus einer Sackgasse zu finden, und die Bereitschaft, aus eingefahrenen Bahnen auszubrechen, in Erscheinung.
Im fixen Kreuz befinden sich
Stier, Löwe, Skorpion und Wassermann. In diesen Zeichen zeigen sich Qualitäten wie Beharrlichkeit, Sturheit sowie Stabilität von Lebenssituationen und von Programmen des Unterbewusstseins.
Im veränderlichen Kreuz befinden sich
Zwillinge, Jungfrau, Schütze und Fische. In diesen Zeichen zeigt sich die Fähigkeit zur Anpassung an äußere Umstände und an karmische Einflüsse, die aus früheren Inkarnationen und tiefen Programmen des Unterbewusstseins stammen. Diese Einflüsse sollen im Laufe des Lebens erkannt und entweder überwunden oder konstruktiv genutzt werden.


Abessalom Podvodny. "Allgemeine Astrologie. Planeten."
 
 
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